Nadine Dinter PR ist eine inhabergeführte Agentur für Pressearbeit, PR-Beratung und Art Administration. Das Leistungsspektrum reicht von klassischer Pressearbeit für kulturelle Institutionen über fachspezifische Beratung zeitgenössischer Galerien bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit und Promotion für Museen und Stiftungen. Den thematischen Schwerpunkt bildet die Fotografie. Darüber hinaus arbeitet die Nadine Dinter PR spartenübergreifend zu den Themenfeldern zeitgenössische Kunst, Lifestyle sowie Art & Commerce.
Intermezzo. Revisiting Helmut Newton
Nach über 20 Jahren erfolgreicher Vermittlung in der Dauerausstellung „Helmut Newton’s Private Property“ im Erdgeschoss des Museums für Fotografie haben wir uns entschieden, das Ausstellungskonzept zu erweitern und die bisherige Präsentation radikal zu verändern. Die Grundidee, in diesem Raum über das Leben von Helmut Newton und seiner Frau June zu informieren, bleibt bestehen. Auch die Wechselausstellungen im ersten Stock kontextualisieren weiterhin zweimal im Jahr mal als Einzel-, mal als Gruppenausstellung das Werk von Helmut Newton und Alice Springs immer wieder aufs Neue.
Der Zwischenschritt der Transformation der bisherigen Dauerausstellung bietet ein filmisches „Intermezzo“ mit Helmut Newton in einem überwältigenden Filmraum. Im Erdgeschoss projizieren acht Videobeamer einen Film auf vier Leinwände. Der Film basiert in Teilen auf dem Filmporträt, das vor drei Jahren für eine große Newton-Ausstellung in A Coruña entstand, produziert von Profirst International in Zusammenarbeit mit dem Martin Salvador Studio für die dortige MOP Foundation. Ergänzt wird es durch bislang ungezeigtes Filmmaterial. Hierfür wurden unterschiedliche Quellen herangezogen, unter anderem Material von June Newton, welches vor Kurzem im hauseigenen Archiv aufgearbeitet und digitalisiert wurde. Erstmals sehen die BesucherInnen damit nun auch in Berlin Interviews mit einem Dutzend Zeitzeugen, unter anderem mit Philippe Garner, Carla Sozzani, Jenny Capitain, Violetta Sanchez oder Matthias Harder und können das Werk Newtons gänzlich neu erfahren. Der Film ist zu einem Endlos-Loop zusammengeschnitten und bietet den interessierten BesucherInnen ein überraschendes und inhaltlich verdichtetes Erlebnis.
Im hinteren Teil des Ausstellungsraumes im Erdgeschoss des Museums hängen weiterhin knapp 100 Ausstellungsplakate von Newton, allerdings in einem veränderten Setting und ergänzt durch mehrere Plakate unterschiedlicher Alice Springs-Einzelausstellungen. In der 16 Meter langen Vitrine unter den Postern wurden die Vintage-Magazine mit Newtons publiziertem Werk für die neue temporäre Präsentation „Intermezzo“ durch andere Mode- und Lifestylemagazine ersetzt und mit Zeitschriften-Editorials von Alice Springs kombiniert, darunter Magazine wie Jardin des Modes, Elle, Vogue, Vanity Fair, Egoïste, Stern, The New Yorker, Photo oder Paris Match. An dieser Stelle bleibt also das Ausstellungsdisplay gleich, nur der Inhalt ändert sich. Das langsame Abschreiten der Wandvitrine offenbart weiterhin einen intensiven Einblick in die Entwicklung der Modefotografie und des sich wandelnden Frauenbildes in der westlichen Welt von den späten 1950er-Jahren bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts, inklusive der revolutionären gesellschaftlichen Umbrüche in den 60ern und 70ern und ihren visuellen Auswirkungen – bis in die Mode hinein, die ja bekanntlich den Zeitgeist widerspiegelt.
Daneben, in den Korridoren von „Intermezzo“, werden große Texttafeln mit illustrierten Biografien zum Leben und Werk von Helmut und June Newton sowie gerahmte Porträtfotografien der beiden Stiftungsgründer präsentiert. Und gegenüber der riesigen Posterwand beginnt eine neue kuratorische Idee, die später unter dem Motto „Spotlight: Behind the Frame“ in unregelmäßigen Intervallen wiederholt wird: Eine jeweils ikonische Fotografie aus dem Werk von Helmut Newton oder Alice Springs wird in den Fokus gerückt, indem ihre Entstehungs- und Distributionsgeschichte anhand von Kontaktabzügen des Shootings, den Veröffentlichungen des konkreten Bildes, ggf. Notizen, vorbereitenden Polaroids und vergleichbaren Aufnahmen beleuchtet wird. Es beginnt mit „Rue Aubriot“, der legendären Modeaufnahme Newtons aus Paris, aufgenommen in der titelgebenden Straße für die französische Vogue im Jahr 1975, sowie der ersten Fotografie im Werk von Alice Springs: das rauchende männliche Modell, ein Werbebild für Gitanes-Zigaretten, aufgenommen 1970 ebenfalls in Paris. Diese Ausstellungsidee im Miniaturformat soll später auch von GastkuratorInnen weitergeführt werden, wodurch ein externer, frischer Blick auf das Werk von Helmut Newton und Alice Springs ermöglicht wird. Die Foundation und ihre Archive werden auf diese Weise im wahrsten Wortsinn für eine Neubegegnung geöffnet.
J. Konrad Schmidt: HÔTEL NOIR II
Mit „HÔTEL NOIR II“ präsentiert der Berliner Fotograf J. Konrad Schmidt ein einzigartiges fotografisches Werk, dass die Ästhetik des analogen Schwarz-Weiß-Films mit der Atmosphäre der internationalen Grand Hotels und der Intimität weiblicher Begegnungen verbindet. Die Ausstellung in der Berliner Fotoinstitution CHAUSSEE 36 lädt die Besucher*innen ein, in eine dunkle, jedoch höchst sinnliche Welt einzutauchen.
Als Hommage an den weiblichen Erotismus eröffnet dieses Projekt Frauen einen geschützten Raum der Intimität und Freiheit, in dem sie ihre eigenen erotischen Fantasien erforschen und verwirklichen können. Seit 2010 hat Schmidt anonyme Frauen sowie professionelle Modelle weltweit in Städten wie London, Tokio, Los Angeles, Paris, Berlin und New York fotografisch festgehalten.
Es werden ausgewählte Bildsequenzen und Motive enthüllt, die den besonderen visuellen Stil Schmidts sichtbar machen. Die ikonografische Bildsprache entfaltet narrative Dichte und lässt zugleich viel Raum für individuelle Assoziationen. Prägnante Licht-Schatten-Kontraste erinnern an die Tradition des Film Noir. Dafür arbeitete Schmidt mit Persönlichkeiten wie Kristina Vogel und Viktoria Modesta zusammen, die den Inklusionsbegriff der Gegenwart und das Privatleben von Menschen mit Einschränkungen beleuchten. Auf diese Weise folgt er seiner eigenen Lebensgeschichte und der von Menschen, mit denen er arbeitet.
Mona Mur vs. Miron Zownir „Don´t turn on the news“
„Don’t turn on the news“ - das sind neun neue MONA MUR Songs mit exklusiven Texten und Fotos von „Radical Eye“-Fotograf MIRON ZOWNIR, entstanden aus der zweiten Zusammenarbeit der beiden kompromisslosen Künstler. Urbane elektronische Poesie, in hartem Schwarz-Weiß. Eklektische musikalische Abenteuer aus feiner Elektronik und stylischen Gitarren, gnadenlos zusammengeschmiedet durch Murs unverwechselbare Stimme, Attitüde und Produktionsskills sowie Zownirs pechschwarze, schmerzlich schöne Lyrik, die er exklusiv für Mona Mur geschrieben hat. Produzentin im eigenen Berliner Studio KATANA, erschafft Mur einen cineastischen Série Noir – Kosmos, so grausam wie das Leben, so zärtlich wie die Nacht. Für das Album–Cover hat Miron Zownir Mona Mur vor seiner MEGAFENCE – Ausstellung im April 2025 porträtiert. Für das Cover-Artwork zeichnet die renommierte FIRMA FREIMAUER verantwortlich.
Sebastião Salgado. Eine Retrospektive
Galerie Bene Taschen freut sich, das Lebenswerk des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado (1944–2025) in einer Retrospektive zu würdigen. Sebastião Salgado zählt zu den wichtigsten Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung Sebastião Salgado. Eine Retrospektive zeigt Arbeiten aus den Werkgruppen Genesis, Workers, Gold, Exodus und Other Americas. Das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln präsentiert zeitgleich die Einzelausstellung AMAZÔNIA – Fotografien von Sebastião Salgado.
Gemeinsam mit seiner Frau Lélia Wanick Salgado engagierte sich Sebastião Salgado für den Umweltschutz. Sie gründeten das Instituto Terra – eine Organisation, die sich der Wiederaufforstung eines Gebiets im brasilianischen Regenwald, dem Schutz von Wasserquellen, der wissenschaftlichen Forschung und der Umweltbildung widmet. Über 3 Millionen Bäume wurden dort neu gepflanzt.
„Für mich ist dies die allerletzte Grenze, ein eigenes, geheimnisvolles Universum, in dem die ungeheure Kraft der Natur wie an keinem anderen Ort auf der Erde zu spüren ist. Dieser Wald erstreckt sich bis ins Unendliche und beherbergt ein Zehntel aller lebenden Pflanzen und Tierarten – das größte Naturlaboratorium der Welt.“ (Sebastião Salgado, 2021)
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5. Leipzig Photobook Festival – Power / Fragility
Am 7. März 2026 eröffnet die fünfte Ausgabe des Leipzig Photobook Festival. Die diesjährige Ausgabe widmet sich dem Thema Power / Fragility.
„Power“ als politische Kraft, die Gesellschaften prägt, als ökonomische Dynamik, die Ungleichheiten vertieft, und als soziale Energie, die Gemeinschaften trägt. Macht kann physisch sein – sichtbar in Körpern, Architektur oder Naturgewalten – ebenso wie subtil und unsichtbar in Strukturen, Symbolen und Blicken. Sie zeigt sich in Widerstand und Emanzipation, in Technologiekontrolle oder in der Selbstermächtigung des Individuums. Dabei wird auch deutlich, wie toxisch Macht wirken kann, wenn sie zur Unterdrückung oder Manipulation missbraucht wird.
„Fragility“ erscheint dabei nicht bloß als Schwäche, sondern auch als Ausgangspunkt für Transformation. Aufbauend auf dem Konzept der Antifragilität (Nassim Nicholas Taleb) begreifen wir Instabilität und Störung als produktive Kräfte: Was zerbricht, eröffnet neue Perspektiven; was ins Wanken gerät, kann zu unerwarteter Erneuerung führen. Zwischen fragil, robust und antifragil entfaltet sich ein Spannungsfeld, in dem das Fotografische selbst auf dem Prüfstand steht.
Unter der Leitung und künstlerischen Konzeption von Calin Kruse und künstlerischer Co-Konzeption von Jenny Starick finden im Rahmen des Festivals zahlreiche Podiumsdiskussionen, Präsentationen, Gespräche, Fotobuch- und Fotoausstellungen, Filmvorführungen, Portfolio-Reviews, Projektionen, Workshops etc. statt.
Save The Dates
27. Februar 2026, 20.00 - 22.00 Uhr:
7. - 8. März 2026, tgl. 10.00 - 19.00 Uhr:
14. März 2026, 14.00 - 19.00 Uhr:
ab 24 April 2026:
30. April 2026: