Nadine Dinter PR ist eine inhabergeführte Agentur für Pressearbeit, PR-Beratung und Art Administration. Das Leistungsspektrum reicht von klassischer Pressearbeit für kulturelle Institutionen über fachspezifische Beratung zeitgenössischer Galerien bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit und Promotion für Museen und Stiftungen. Den thematischen Schwerpunkt bildet die Fotografie. Darüber hinaus arbeitet die Nadine Dinter PR spartenübergreifend zu den Themenfeldern zeitgenössische Kunst, Lifestyle sowie Art & Commerce.
Helmut Newton’s One-off Album
Am 4. Juni 2026 eröffnet die Berliner Helmut Newton Foundation zwei neue Ausstellungen: „Rooms / Stages“ und „Helmut Newton‘s One-off Album“. In den vorderen Räumen finden sich die Werke von einem Dutzend KünstlerInnen zum Thema Raum und Bühne, der Hauptraum wird zum gleichen Thema mit riesigen Motiven von Helmut Newton bespielt. Dieser Teil der Gruppenausstellung „Rooms / Stages“ leitet über zum hinteren Ausstellungsraum, wo ein einzigartiges Fotoalbum von Newton erstmals in Berlin präsentiert wird. Auch in dieser Auswahl finden sich Aufnahmen, die die Transformation eines Raumes in eine Bühne visualisieren.
Helmut Newton‘s One-off Album: Der dritte Teil der Sommerausstellung ist einem Album von Helmut Newton gewidmet, das der Fotograf 1999 für den Sammler Gert Elfering zusammengestellt hat und inzwischen in die Nicola Erni Collection gelangt ist. Die Sammlerin zeigt das Unikat außerhalb ihrer Schweizer Ausstellungsräume nun zum ersten Mal in Berlin. Es handelt sich um 112 kleinformatige Originalabzüge in Schwarz-Weiß und Farbe sowie unterschiedlichen Bildformaten, die von Newton und Elfering ausgewählt, auf einem Trägerkarton geklebt und handschriftlich mit einem Titel oder einer ergänzenden Geschichte zum jeweiligen Bildmotiv versehen wurden. Die montierten Fotografien wurden damals nicht gebunden, sind inzwischen einzeln gerahmt und können nun, Seite an Seite, betrachtet werden. Es handelt sich um ikonische Modefotografien ebenso wie bislang noch nie gezeigte Arbeitsfotos, die am Rande seiner Modeshootings entstanden, um Polaroids und Werbeaufnahmen.
Anlässlich der Ausstellung erschien im Februar 2026 das Buch „Helmut Newton: One-off“ im Phaidon Verlag, mit Texten von Philippe Garner, Gert Elfering, Matthias Harder und Nicola Erni; ISBN: 978 1 83729 151 9
Rooms / Stages
Am 4. Juni 2026 eröffnet die Berliner Helmut Newton Foundation zwei neue Ausstellungen: „Rooms / Stages“ und „Helmut Newton‘s One-off Album“. In den vorderen Räumen finden sich die Werke von einem Dutzend KünstlerInnen zum Thema Raum und Bühne, der Hauptraum wird zum gleichen Thema mit riesigen Motiven von Helmut Newton bespielt. Dieser Teil der Gruppenausstellung „Rooms / Stages“ leitet über zum hinteren Ausstellungsraum, wo ein einzigartiges Fotoalbum von Newton erstmals in Berlin präsentiert wird. Auch in dieser Auswahl finden sich Aufnahmen, die die Transformation eines Raumes in eine Bühne visualisieren.
Rooms / Stages: Für Kinofilme werden im Vorfeld eines Drehs sogenannte „location scouts“ losgeschickt, um nach konkreten Orten zu suchen, die für bestimmte Szenen geeignet sind. Im fertigen Film liegt das Hauptaugenmerk unserer Wahrnehmung schließlich weniger auf den Bühnenräumen, als vielmehr auf den SchauspielerInnen und der Darstellung ihrer Rollen sowie auf der Komplexität des Filmgeschehens insgesamt. Im Medium Fotografie nehmen wir in den meisten Fällen einen Raum als Bildmotiv ebenfalls kaum wahr, es sei denn, der Raum selbst wird von den FotografInnen zum Hauptmotiv erklärt. Nach der großen Ausstellung „Body Performance“, die 2019 in der Helmut Newton Foundation zu sehen war, findet nun die daran anknüpfende Ausstellung „Rooms / Stages“ statt – mit einer bewussten Verschiebung unserer Aufmerksamkeit vom performativen Akt auf den Raum selbst.
Die Künstler und Künstlerinnen der aktuellen Gruppenausstellung werden mit jeweils einer Werkgruppe vorgestellt. Sie beziehen den Raum bewusst in ihre inszenierten Porträts ein, lassen die Menschen oder TänzerInnen über Langzeitaufnahmen auch wieder daraus verschwinden; oder sie thematisieren ganz pur menschenleere Innenräume, etwa das eigene Atelier mit wechselndem, verschobenem Mobiliar oder Museen wie in Versailles oder Dresden, in die wir unweigerlich ein bestimmtes Geschehen imaginieren können. Neben gerahmten Fotografien werden manche Raumkompartimente der Ausstellungsräume durch Wandtapeten mit großformatigen Bildmotiven visuell pointiert. Wir sehen aufwendige räumliche Interventionen, die nur für eine Fotografie entstanden sind, unwirtliche und zugleich perfekt gestaltete U-Bahn-Gänge in Berlin und London sowie Tanz- und Theaterbilder.
Helmut Newton, dessen Werk durch die wechselnden Präsentationen in seiner Berliner Stiftung immer wieder neu kontextualisiert wird, hat die verschiedensten Orte in Bühnen verwandelt, wie im zweiten Teil der Gruppenausstellung zu sehen ist. Dazu gehören luxuriöse Hotelzimmer und -lobbys in Paris, Mailand oder New York auf seinen Modefotografien der 1960er, 70er- und 80er-Jahre oder – wie in einer 180-Grad-Wendung – schroffe Außenraum-Situationen in Monte Carlo oder gar seine dortige Garage. Auf diese Weise hat er in den 1990er-Jahren, dem damaligen Zeitgeist entsprechend, die exklusivsten Modeentwürfe hart kontrastiert. Newton arbeitete wie ein Filmregisseur und Set-Designer in Personalunion auf den von ihm geschaffenen Bühnen. In der aktuellen Ausstellung werden die modebasierten Interieurs sowie manche seiner Bühnenfotografien gezeigt, die beispielsweise 1983 in Wuppertal bei Pina Bausch im Auftrag des Magazins „The New Yorker“ oder ab Mitte der 1980er-Jahren für die Programmhefte des Balletts von Monte Carlo entstanden sind. All das begegnet uns motivisch in Form riesiger Wandtapeten sowie einer Fülle von Polaroids in den Vitrinen davor.
Rudi Meisel – Vor meinen Augen
Galerie Bene Taschen freut sich, den deutschen Fotografen Rudi Meisel (*1949, Wilhelmshaven) mit der Einzelausstellung Vor meinen Augen erstmalig als Teil des Galerieprogramms zu präsentieren. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus den 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahren. In Farb- und Schwarzweißaufnahmen sind Menschen in Deutschland in ihrem Alltag zu sehen. Rudi Meisel wird zu einem Beobachter mit empathischem, offenem Blick.
In Autorast 1971 fotografierte Rudi Meisel auf Rastplätzen der A3 bei Köln Szenen des Innehaltens. Er zeigt Menschen, die ihre Fahrt kurz unterbrechen und dem Essen, Rauchen, Tanken, Lesen oder Spielen nachgehen. An diesen anonymen Durchgangsorten entstehen Momentaufnahmen alltäglicher Bedürfnisse.
Für seine Werkreihe Landsleute 1977 – 1987: Two Germanys bereiste Rudi Meisel über zehn Jahre West- und Ostdeutschland. Er porträtierte Personen aller Altersgruppen im alltäglichen Leben – auf der Kirmes in Duisburg, auf Kohlehalden in Essen, vor Diskotheken in Ost-Berlin und in Bussen und Bahnen großer Städte. Eine Unterscheidung zwischen Ost und West ist dabei auf den ersten Blick nicht erkennbar. Sichtbar wird das Gemeinsame, das Menschen in ihren Handlungen verbindet. Entstanden ist ein umfangreiches fotojournalistisches Archiv, das Einblicke eines geteilten Deutschlands festhält. 2015 wurde die Werkreihe in einer Einzelausstellung im C/O Berlin gezeigt, begleitet von der Veröffentlichung der gleichnamigen Publikation
Rudi Meisel studierte Fotografie bei Otto Steinert an der Folkwangschule Essen (jetzt Folkwang Universität der Künste). Seit 1971 arbeitete er an eigenen Themen und Aufträgen für namhafte Wochen- und Monatsmagazine. 1975 gründete Meisel mit André Gelpke und Gerd Ludwig die Fotografengruppe VISUM in Essen. Von 1982 bis 1991 war er an Zeitschriftenprojekten mit Otl Aicher beteiligt; von 1995 bis 1999 gehörte er in Berlin zum Team um Norman Foster beim Umbau des Reichstags.
Für seine Arbeiten hat Meisel mehrere Preise erhalten, darunter den Photokina-Obelisk, den Kodak-Fotobuchpreis und den Kulturpreis Lotto Brandenburg. In Museen wie dem Deutschen Historischen Museum Berlin, den Deichtorhallen in Hamburg, im Dieselkraftwerk Cottbus, wie auch in Goethe-Instituten, im Haus der Geschichte Bonn, im Museum Folkwang Essen und im Ruhr Museum in Essen wurden seine Arbeiten gezeigt. Kuratorisch betreut und verwahrt wird Rudi Meisels Gesamtwerk von der Deutschen Fotothek, Dresden. Heute lebt Meisel in Berlin.
Intermezzo. Revisiting Helmut Newton
Nach über 20 Jahren erfolgreicher Vermittlung in der Dauerausstellung „Helmut Newton’s Private Property“ im Erdgeschoss des Museums für Fotografie haben wir uns entschieden, das Ausstellungskonzept zu erweitern und die bisherige Präsentation radikal zu verändern. Die Grundidee, in diesem Raum über das Leben von Helmut Newton und seiner Frau June zu informieren, bleibt bestehen. Auch die Wechselausstellungen im ersten Stock kontextualisieren weiterhin zweimal im Jahr mal als Einzel-, mal als Gruppenausstellung das Werk von Helmut Newton und Alice Springs immer wieder aufs Neue.
Der Zwischenschritt der Transformation der bisherigen Dauerausstellung bietet ein filmisches „Intermezzo“ mit Helmut Newton in einem überwältigenden Filmraum. Im Erdgeschoss projizieren acht Videobeamer einen Film auf vier Leinwände. Der Film basiert in Teilen auf dem Filmporträt, das vor drei Jahren für eine große Newton-Ausstellung in A Coruña entstand, produziert von Profirst International in Zusammenarbeit mit dem Martin Salvador Studio für die dortige MOP Foundation. Ergänzt wird es durch bislang ungezeigtes Filmmaterial. Hierfür wurden unterschiedliche Quellen herangezogen, unter anderem Material von June Newton, welches vor Kurzem im hauseigenen Archiv aufgearbeitet und digitalisiert wurde. Erstmals sehen die BesucherInnen damit nun auch in Berlin Interviews mit einem Dutzend Zeitzeugen, unter anderem mit Philippe Garner, Carla Sozzani, Jenny Capitain, Violetta Sanchez oder Matthias Harder und können das Werk Newtons gänzlich neu erfahren. Der Film ist zu einem Endlos-Loop zusammengeschnitten und bietet den interessierten BesucherInnen ein überraschendes und inhaltlich verdichtetes Erlebnis.
Im hinteren Teil des Ausstellungsraumes im Erdgeschoss des Museums hängen weiterhin knapp 100 Ausstellungsplakate von Newton, allerdings in einem veränderten Setting und ergänzt durch mehrere Plakate unterschiedlicher Alice Springs-Einzelausstellungen. In der 16 Meter langen Vitrine unter den Postern wurden die Vintage-Magazine mit Newtons publiziertem Werk für die neue temporäre Präsentation „Intermezzo“ durch andere Mode- und Lifestylemagazine ersetzt und mit Zeitschriften-Editorials von Alice Springs kombiniert, darunter Magazine wie Jardin des Modes, Elle, Vogue, Vanity Fair, Egoïste, Stern, The New Yorker, Photo oder Paris Match. An dieser Stelle bleibt also das Ausstellungsdisplay gleich, nur der Inhalt ändert sich. Das langsame Abschreiten der Wandvitrine offenbart weiterhin einen intensiven Einblick in die Entwicklung der Modefotografie und des sich wandelnden Frauenbildes in der westlichen Welt von den späten 1950er-Jahren bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts, inklusive der revolutionären gesellschaftlichen Umbrüche in den 60ern und 70ern und ihren visuellen Auswirkungen – bis in die Mode hinein, die ja bekanntlich den Zeitgeist widerspiegelt.
Daneben, in den Korridoren von „Intermezzo“, werden große Texttafeln mit illustrierten Biografien zum Leben und Werk von Helmut und June Newton sowie gerahmte Porträtfotografien der beiden Stiftungsgründer präsentiert. Und gegenüber der riesigen Posterwand beginnt eine neue kuratorische Idee, die später unter dem Motto „Spotlight: Behind the Frame“ in unregelmäßigen Intervallen wiederholt wird: Eine jeweils ikonische Fotografie aus dem Werk von Helmut Newton oder Alice Springs wird in den Fokus gerückt, indem ihre Entstehungs- und Distributionsgeschichte anhand von Kontaktabzügen des Shootings, den Veröffentlichungen des konkreten Bildes, ggf. Notizen, vorbereitenden Polaroids und vergleichbaren Aufnahmen beleuchtet wird. Es beginnt mit „Rue Aubriot“, der legendären Modeaufnahme Newtons aus Paris, aufgenommen in der titelgebenden Straße für die französische Vogue im Jahr 1975, sowie der ersten Fotografie im Werk von Alice Springs: das rauchende männliche Modell, ein Werbebild für Gitanes-Zigaretten, aufgenommen 1970 ebenfalls in Paris. Diese Ausstellungsidee im Miniaturformat soll später auch von GastkuratorInnen weitergeführt werden, wodurch ein externer, frischer Blick auf das Werk von Helmut Newton und Alice Springs ermöglicht wird. Die Foundation und ihre Archive werden auf diese Weise im wahrsten Wortsinn für eine Neubegegnung geöffnet.
J. Konrad Schmidt: HÔTEL NOIR II
Mit „HÔTEL NOIR II“ präsentiert der Berliner Fotograf J. Konrad Schmidt ein einzigartiges fotografisches Werk, dass die Ästhetik des analogen Schwarz-Weiß-Films mit der Atmosphäre der internationalen Grand Hotels und der Intimität weiblicher Begegnungen verbindet. Die Ausstellung in der Berliner Fotoinstitution CHAUSSEE 36 lädt die Besucher*innen ein, in eine dunkle, jedoch höchst sinnliche Welt einzutauchen.
Als Hommage an den weiblichen Erotismus eröffnet dieses Projekt Frauen einen geschützten Raum der Intimität und Freiheit, in dem sie ihre eigenen erotischen Fantasien erforschen und verwirklichen können. Seit 2010 hat Schmidt anonyme Frauen sowie professionelle Modelle weltweit in Städten wie London, Tokio, Los Angeles, Paris, Berlin und New York fotografisch festgehalten.
Es werden ausgewählte Bildsequenzen und Motive enthüllt, die den besonderen visuellen Stil Schmidts sichtbar machen. Die ikonografische Bildsprache entfaltet narrative Dichte und lässt zugleich viel Raum für individuelle Assoziationen. Prägnante Licht-Schatten-Kontraste erinnern an die Tradition des Film Noir. Dafür arbeitete Schmidt mit Persönlichkeiten wie Kristina Vogel und Viktoria Modesta zusammen, die den Inklusionsbegriff der Gegenwart und das Privatleben von Menschen mit Einschränkungen beleuchten. Auf diese Weise folgt er seiner eigenen Lebensgeschichte und der von Menschen, mit denen er arbeitet.
Mona Mur vs. Miron Zownir „Don´t turn on the news“
„Don’t turn on the news“ - das sind neun neue MONA MUR Songs mit exklusiven Texten und Fotos von „Radical Eye“-Fotograf MIRON ZOWNIR, entstanden aus der zweiten Zusammenarbeit der beiden kompromisslosen Künstler. Urbane elektronische Poesie, in hartem Schwarz-Weiß. Eklektische musikalische Abenteuer aus feiner Elektronik und stylischen Gitarren, gnadenlos zusammengeschmiedet durch Murs unverwechselbare Stimme, Attitüde und Produktionsskills sowie Zownirs pechschwarze, schmerzlich schöne Lyrik, die er exklusiv für Mona Mur geschrieben hat. Produzentin im eigenen Berliner Studio KATANA, erschafft Mur einen cineastischen Série Noir – Kosmos, so grausam wie das Leben, so zärtlich wie die Nacht. Für das Album–Cover hat Miron Zownir Mona Mur vor seiner MEGAFENCE – Ausstellung im April 2025 porträtiert. Für das Cover-Artwork zeichnet die renommierte FIRMA FREIMAUER verantwortlich.
Save The Dates
23 April 2026, 11.00 Uhr:
ab 24 April 2026:
30. April 2026:
22. - 24. Mai 2026:
3. Juni 2026, 10.30 Uhr (dt.):
4. Juni 2026, 19.00 Uhr: