Nadine Dinter PR ist eine inhabergeführte Agentur für Pressearbeit, PR-Beratung und Art Administration. Das Leistungsspektrum reicht von klassischer Pressearbeit für kulturelle Institutionen über fachspezifische Beratung zeitgenössischer Galerien bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit und Promotion für Museen und Stiftungen. Den thematischen Schwerpunkt bildet die Fotografie. Darüber hinaus arbeitet die Nadine Dinter PR spartenübergreifend zu den Themenfeldern zeitgenössische Kunst, Lifestyle sowie Art & Commerce.
The Monuments | Chapter 16 | Poetic Justice – A project by JAŠA
Der international renommierte slowenische Künstler JAŠA (Mrevlje-Pollak) kündigt „The Monuments | Chapter 16 | Poetic Justice“ an – eine kritische ortsspezifische Installation und Dauerperformance (18 – 22 Uhr), die am 6. Februar 2026 im Kühlhaus Berlin stattfinden wird. Diese Veranstaltung markiert den Beginn der letzten Phase des vierjährigen Langzeitprojekts „The Monuments“, welches im Mai 2026 seinen Abschluss finden wird.
Poetic Justice ist der ultimative Ausdruck der künstlerischen Haltung von JAŠA, der über einen Zeitraum von vier Jahre sein konzeptionelles Engagement in eine endgültige, unbestreitbare Handlung umsetzt hat. Die Kernaussage dieses Werks ist, dass Kunst die Realität nicht nur kommentiert, sondern aktiv mitgestaltet. Dieses Kapitel lehnt die Rolle des passiven Beobachters ab und behauptet, dass die einzige wahre Gerechtigkeit, die durch Kunst erreicht werden kann, die Erschaffung einer erhabenen, vergänglichen Realität ist, die auf der Verletzlichkeit und gegenseitiger Fürsorge basiert.
"For me, Poetic Justice is not a happy ending; it is a radical presence. It is the moment where the artist stops negotiating and starts creating an unavoidable reality. It is the act of meeting a non-symmetric world, face on; with gestures of generosity and attitude. It is the justice of the skin, the heart, and the imagination—demanding that we be defined by what we create, not by what we fear."
Das 2021 ins Leben gerufene Projekt hat sich intensiv mit Raum als Medium und Kontext auseinandergesetzt. Nach seiner Vertretung Sloweniens auf der Biennale in Venedig 2015 baute JAŠA diese Grundlage zu einer Methodik aus, die durch immersive, ortsspezifische Interventionen und lang andauernde Performances bestimmt wird.
Auf einer riesigen Fläche, die drei komplette Etagen des Berliner Kühlhauses umfasst, sind die Besucher eingeladen, nicht nur Zeugen des Geschehnisses zu sein, sondern sogar Teil einer einzigartigen Erfahrung zu werden. Indem auf der einen Seite jeder einzelne individuell angesprochen wird und andererseits animiert wird, eine inszenierte, umfangreiche Ausstellung aus Gemälden, Installationen, Videos und Tonwerken zu durchlaufen, tauchen die Zuschauer in ein defragmentiertes Drehbuch ein. Wie ein Detektiv ist jeder eingeladen, seinen eigenen „emotionalen Soundtrack“ mitzugestalten, Inspirationen aufzunehmen und weiterzuentwickeln. Während sich die Besucher frei zwischen den Etagen bewegen und mit den verschiedenen Kunstwerken und Akteuren interagieren können, findet die fortlaufende Performance im ersten Stock in drei aufeinanderfolgenden Loops statt...
project by JAŠA
Performance mit Mattias Gimigliano, Gáspár Bálint-Hazai, Laura DeAngelis, Göksu Kaya, Vincent Schneider, Camilla Barbera, Jean-Charles Valle, Patricija Crnkovič, Vito Vidovič Bintchende and Martin Marion / Sound und Musik mit KALU und einer special appearance von der Sängerin Mirna Bodganović
Beleuchtung: Matteo De Santis | Technische Unterstützung: Denis Metting | Installationsassistenz: Irene Ambrogi | Studio-Assistenz: Lorenzo Fasi | Design und Kommunication: Rosa Lux | Beratung: Lukas Feireiss | Kuratiert von Laura Rositani Produktionsassistenz: Tinka Legvart | Produktionsmanagement: Andraž Boštjančič
Unterstützt durch das Kühlhaus Berlin | Ermöglicht durch The Monuments Patrons Club | Produziert von We.Are Institute + unterstützt durch das Slowenisches Kulturzentrum Berlin – SKICA Berlin | Ein besonderer Dank gilt Andrea Wenzler, Dieter Siegel, & Franci Zavrl
Sebastião Salgado. Eine Retrospektive
Galerie Bene Taschen freut sich, das Lebenswerk des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado (1944–2025) in einer Retrospektive zu würdigen. Sebastião Salgado zählt zu den wichtigsten Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung Sebastião Salgado. Eine Retrospektive zeigt Arbeiten aus den Werkgruppen Genesis, Workers, Gold, Exodus und Other Americas. Das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln präsentiert zeitgleich die Einzelausstellung AMAZÔNIA – Fotografien von Sebastião Salgado.
Gemeinsam mit seiner Frau Lélia Wanick Salgado engagierte sich Sebastião Salgado für den Umweltschutz. Sie gründeten das Instituto Terra – eine Organisation, die sich der Wiederaufforstung eines Gebiets im brasilianischen Regenwald, dem Schutz von Wasserquellen, der wissenschaftlichen Forschung und der Umweltbildung widmet. Über 3 Millionen Bäume wurden dort neu gepflanzt.
„Für mich ist dies die allerletzte Grenze, ein eigenes, geheimnisvolles Universum, in dem die ungeheure Kraft der Natur wie an keinem anderen Ort auf der Erde zu spüren ist. Dieser Wald erstreckt sich bis ins Unendliche und beherbergt ein Zehntel aller lebenden Pflanzen und Tierarten – das größte Naturlaboratorium der Welt.“ (Sebastião Salgado, 2021)
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5. Leipzig Photobook Festival – Power / Fragility
Am 7. März 2026 eröffnet die fünfte Ausgabe des Leipzig Photobook Festival. Die diesjährige Ausgabe widmet sich dem Thema Power / Fragility.
„Power“ als politische Kraft, die Gesellschaften prägt, als ökonomische Dynamik, die Ungleichheiten vertieft, und als soziale Energie, die Gemeinschaften trägt. Macht kann physisch sein – sichtbar in Körpern, Architektur oder Naturgewalten – ebenso wie subtil und unsichtbar in Strukturen, Symbolen und Blicken. Sie zeigt sich in Widerstand und Emanzipation, in Technologiekontrolle oder in der Selbstermächtigung des Individuums. Dabei wird auch deutlich, wie toxisch Macht wirken kann, wenn sie zur Unterdrückung oder Manipulation missbraucht wird.
„Fragility“ erscheint dabei nicht bloß als Schwäche, sondern auch als Ausgangspunkt für Transformation. Aufbauend auf dem Konzept der Antifragilität (Nassim Nicholas Taleb) begreifen wir Instabilität und Störung als produktive Kräfte: Was zerbricht, eröffnet neue Perspektiven; was ins Wanken gerät, kann zu unerwarteter Erneuerung führen. Zwischen fragil, robust und antifragil entfaltet sich ein Spannungsfeld, in dem das Fotografische selbst auf dem Prüfstand steht.
Unter der Leitung und künstlerischen Konzeption von Calin Kruse und künstlerischer Co-Konzeption von Jenny Starick finden im Rahmen des Festivals zahlreiche Podiumsdiskussionen, Präsentationen, Gespräche, Fotobuch- und Fotoausstellungen, Filmvorführungen, Portfolio-Reviews, Projektionen, Workshops etc. statt.
Dialogues. Collection FOTOGRAFIS x Helmut Newton
Am 4. September 2025 eröffnete die Berliner Helmut Newton Foundation ihre neue Doppelausstellung „Newton, Riviera“ und „Dialogues. Collection FOTOGRAFIS x Helmut Newton“.
Mit „Dialogues. Collection FOTOGRAFIS x Helmut Newton“ wirft die Helmut Newton Foundation einen völlig neuen Blick auf das Œuvre ihres Gründers. Diese Ausstellung gleicht einem spielerischen Experiment, das sich erst in der Rezeption vor Ort erschließt und vollendet.
Zweimal wurden in den vergangenen Jahren in der Helmut Newton Foundation neben den Einzel- und thematischen Gruppenausstellungen auch fotografische Sammlungen präsentiert. Den Anfang machte 2018 die private Kollektion von Carla Sozzani aus Mailand unter dem Titel „Between Art & Fashion“. Die zweite Zusammenarbeit im Jahr 2024 bildete die Übernahme der Ausstellung „Chronorama“ vom Palazzo Grassi in Venedig; gezeigt wurde ein Teil der fotografischen Sammlung des Condé-Nast-Archivs, das kurz zuvor in die Pinault Collection übergegangen war. Auch in diesem Ausstellungskontext war Helmut Newton vertreten, hatte er doch seit Jahrzehnten für die unterschiedlichen Zeitschriften von Condé Nast gearbeitet, allen voran für die Vogue, Vanity Fair und den Traveler.
Beide Präsentationen waren in den Berliner Ausstellungsräumen ungewöhnlich angeordnet und klar gegliedert: die erste in alphabetischer Reihenfolge der knapp 100 ausgewählten Fotografen und Fotografinnen, die zweite in der Chronologie der Bildentstehung beziehungsweise Veröffentlichung in den entsprechenden Condé-Nast-Zeitschriften. Sowohl „Between Art & Fashion“ als auch „Chronorama“ beinhalteten bedeutende fotohistorische Bildikonen.
Dieser Anspruch wird fortgesetzt, jedoch in anderer Form. Die neue Ausstellungskooperation – diesmal in Zusammenarbeit mit der „Collection FOTOGRAFIS“ aus dem Bank Austria Kunstforum Wien – setzt sich aus über 60 Diptychen zusammen. Unter anderem inspiriert durch den Dialog-Newsletter der Collezione Ettore Molinario, der jeweils zwei unterschiedliche Fotografien aus der großartigen Mailänder Sammlung vorstellt, treten ausgewählte Fotografien der hochkarätigen Wiener Sammlung mit Aufnahmen von Helmut Newton aus dem hauseigenen Stiftungsarchiv in einen spannungsvollen Dialog. Die Fotografien wurden von den beiden verantwortlichen Kuratoren Bettina M. Busse (Kunstforum) und Matthias Harder (Helmut Newton Foundation) assoziativ und intuitiv kombiniert. Zu sehen sind immer zwei Porträts, Stillleben, Landschafts- oder Architekturaufnahmen bis hin zu surrealistisch verfremdeten Mode- und Aktfotografien aus völlig unterschiedlichen Zeitschichten unmittelbar nebeneinander. Mal ist es eine formale, mal eine inhaltliche Nähe zwischen den beiden Fotografien, gelegentlich mag die Kombination auf den ersten Blick sogar willkürlich oder amüsant erscheinen, doch in allen Fällen eröffnet der Dialog der Bilder einen größeren Imaginationsraum für die Betrachtenden.
Die neue, experimentelle Ausstellung in der Helmut Newton Foundation zeigt unterschiedliche Facetten des Menschlichen und der Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens eines ganzen Jahrhunderts als Gegenüberstellung von Newtons Fotografien mit einem „Partner-Motiv“ von Diane Arbus, Alfred Stieglitz, Margaret Bourke-White, Elliott Erwitt, Florence Henri, Duane Michals, Paul Strand, Man Ray, August Sander, Judy Dater, Otto Steinert und vielen anderen berühmten Namen der Fotografiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Die sich mal ergänzenden, mal abstoßenden, aber stets überraschenden Bildpaare wurden noch nie zusammen präsentiert. Das Miteinander respektive Gegeneinander fotohistorisch ikonischer sowie unbekannter Aufnahmen lässt erkenne, dass sich auch Helmut Newton in seinem Werk inspirieren ließ. Und doch entstanden und entstehen verblüffend ähnliche Bildfindungen in der internationalen Fotografie auch völlig unabhängig voneinander, teilweise sogar viele Jahrzehnte später.
Newton, Riviera
Am 4. September 2025 eröffnete die Berliner Helmut Newton Foundation ihre neue Doppelausstellung „Newton, Riviera | Dialogues. Collection FOTOGRAFIS x Helmut Newton“.
Im Sommer 2022 kuratierte der Stiftungsdirektor Matthias Harder gemeinsam mit Guillaume des Sardes für die historische Villa Sauber in Monte-Carlo die Einzelausstellung „Newton, Riviera“. Erstmals wurde damit auch dieser späte Wohnort der Newtons und die gesamte Region, in der so viele ikonische Fotografien Helmut Newtons entstanden sind, intensiver beleuchtet. Ein Ausschnitt aus jener Ausstellung wird nun – parallel zu „Dialogues. Collection FOTOGRAFIS x Helmut Newton“ – in der Berliner Stiftung präsentiert und somit die Auseinandersetzung mit den für den Fotografen wichtigen Orten und Lebensmittelpunkten nach den erfolgreichen Präsentationen „Hollywood“ (2022) und „Berlin, Berlin“ (2024/25) fortgesetzt.
Zum Jahreswechsel 1981/82 zog Helmut Newton mit seiner Frau June von Paris nach Monte-Carlo und verlagerte dadurch nicht nur seinen Lebensmittelpunkt an die französische Mittelmeerküste, sondern wechselte auch die Blickwinkel und Bildhintergründe seiner Auftragsarbeiten radikal. Seit dieser Zeit war es nicht mehr der lässige oder elegante Pariser Chic, sondern die eher mondäne Gesellschaft, die er – immer wieder kontrastiert durch die zahlreichen Betonwände der Baustellen in Monaco als Hintergrundmotiv – fotografierte. Auch die schlichte Garage seines Apartmenthauses diente häufig als Bühne für seine so überraschenden wie raffinierten Modeinszenierungen für Zeitschriften und Designer oder für die mysteriöse S/W-Sequenz „The Woman on Level 4“.
Newtons Begeisterung für die französische Riviera bestand allerdings schon viel länger. Bereits 1964 kauften sich June und Helmut ein kleines Steinhaus in der Nähe von Ramatuelle, unweit von Saint-Tropez, wo beide seitdem nicht nur die Sommerferien verbrachten, sondern auch künstlerisch höchst aktiv waren; davon zeugen S/W-Aufnahmen, die für die amerikanische Vogue entstanden, ebenso wie Farbbilder für den Pentax-Kalender. Die Ausstellung vereint eine Großzahl von frühen, teilweise unikatären Abzügen, sogenannte vintage oder lifetime prints.
Auch Cannes und Nizza waren in den 1980er- und 90er-Jahren beliebte Orte für die ungewöhnlichen Modeshootings von Helmut Newton; später zog es ihn an andere Orte der Riviera-Küste, etwa nach Cap d’Antibes, Saint-Jean-Cap-Ferrat, Menton oder über die Grenze ins italienische Bordighera. Überall entstanden Fotografien seiner drei Hauptgenres Mode, Porträt und Akt – und fast immer spielt das intensive Licht in jenen Aufnahmen eine zentrale Rolle. Doch auch nachts fotografierte er gelegentlich vom Balkon seines Apartmenthauses in Monaco auf das ruhige, dunkle Meer. Vergleichbar melancholische Landschaftsaufnahmen entstanden in Berlin Mitte der 1990er-Jahre und mündeten schließlich in eine seiner letzten Galerieausstellungen unter dem Titel „Sex and Landscapes“ 2001 in der Züricher Galerie de Pury & Luxembourg, mit der im Juni 2004 posthum auch seine Berliner Stiftung eröffnet wurde. Mit der Präsentation dieser großformatigen Originalprints schließt sich gut 20 Jahre später erneut ein Kreis.
In nahezu allen seinen Ausstellungen und Publikationen tauchen Newtons Riviera-Fotografien auf, beginnend 1976 mit „White Women“ und endend mit „Yellow Press“ im Jahr 2003. Die Küste fungierte in den unterschiedlichsten Aspekten als Hintergrundfolie von Newtons Fotografie, mal spektakulär, mal sehr subtil eingesetzt. Auch sein allerletztes Shooting, eine Modestrecke für die italienische Vogue, fand an der Küste von Monaco statt; ein Motiv hängt nun als riesige Wandtapete in der neuen Ausstellung, die mit über 100 Fotografien selbstverständlich wieder nur einen winzigen Ausschnitt aus diesem Werkaspekt zeigen kann.
Save The Dates
6. Februar 2026, 18.00 - 22.00 Uhr:
7. - 8. März 2026, tgl. 10.00 - 19.00 Uhr:
April 2026:
30. April 2026: