Joseph Rodriguez: TAXI

bis zum 25. September 2021 // Galerie Bene Taschen, Köln

New York der 70er und 80er Jahre – Joseph Rodriguez sitzt hinter dem Steuer seines Taxis. Während seiner Fahrten entstehen seine ersten fotografischen Werke, die das alltägliche Leben in dieser Zeit aus Sicht eines Arbeiters dokumentieren. TAXI: Journey Through My Windows 1977 – 1987 führt die Betrachtenden in die dreißig Jahre zurückliegende Vergangenheit der wohl berühmtesten Metropole der Welt.

Aus seinem Taxi beginnt Rodriguez, die vorbeirauschenden Momente mit der Kamera festzuhalten. Er fährt von Manhattan in die Bronx, von Queens nach New Jersey, von Brooklyn nach Staten Island, von Downtown nach Uptown, vom Meatpacking District zum East Village und bis nach Midtown Manhattan. Während seiner Touren begegnet er als „fahrender Flaneur“ auch den dunklen Seiten der Straßenszene.

Seine Routen sind unberechenbar, ebenso wie die Begegnungen, die seine Motive bestimmen. Im Vorbeifahren trifft der Blick des Fahrers auf Prostituierte, die auf Kunden warten, Obdachlose, die ein paar Cents erbetteln und triste Fassaden, die in die Höhe zu wachsen scheinen. Im Rück- und Seitenspiegel fliegen die Häuser und Autos vorüber; an der roten Ampel schiebt ein Vater den Kinderwagen über die Straße. Blickt man auf den Rücksitz des Wagens, sitzen dort die Fahrgäste: je nach Tages- oder Nachtzeit wechseln diese von Wohlhabenden der Upper East Side über Partygänger bis hin zu Familien auf dem Weg zur Sonntagsmesse…